Aus dem Leben eines Taugenichts, Teil 8: Verstrahltes Konzert in Gorleben

Von der Villa Wendland nach Gorleben sind es über 30 km. Mein Gespann wiegt ca. 70 kg. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 10 km/h. Nach 4 Stunden komm ich in Gorleben an. Der Parkwärter denkt, ich bin der Kinder-Animateur. Ppfff... Paula vielleicht, ich nicht. Wir schieben uns durch die Mengen. Die KLP hat heute geschlossen, alle sind in Gorleben, um ein weiteres Zeichen zu setzen, dass hier niemals Atomüll endgelagert wird.
Dennoch kommt einem die Veranstaltung wie ein Jahrmarkt vor, in der die Beluga, das im Wald getrandete Greenpeace-Schiff die Hauptattraktion ist. Für ein Wendland-Bräu oder eine Demeter-Bratwurst stehen die Menschen Schlange. Endlich stehe ich vor dem Tor des Endlagers. Auf der anderen Seite stehen die Cops, die auf den Beginn der Demo (einmal um das Lager herum) warten. 30 Meter vom Tor entfernt, am Waldrand, baue ich mein Lager. Ich bin voll im "Arsch". Klaus der Geiger(über 70?!) spielt mit 2 Kollegen auf der nahegelegenen Bühne auf. Der ist echt nicht tot zu kriegen. Im Gegenteil, er sammelt und er weckt eine Menge Leute auf. Ausser mich. Die Karawane zieht an mir vorbei, ich winke ihr müde zu und schlafe ein. Als die Dämmerung einbricht wache ich wieder auf. Ich baue an Ort und Stelle meine Ausrüstung auf, drehe meinen Verstärker auf LAUT und spiele meinen Widerstands-Klassiker: OK, schon gut." Wooooooow ! Ich gewöhne mich an alles.Wooooooow ! Oder sag ich: Jetzt erst recht ! Wooooooow ! Ich gewöhne mich an alles. Wooooooow !!!"
Die Leute sammeln sich vor mir und fangen an zu wippen und tanzen.
6 Songs später setzt der Techno ein, eine lange Nacht beginnt und mein kleines Werbeschild strahlt türkis noch eine Weile in die Dunkelheit...

Aus dem Leben eines Taugenichts, Teil 7: Villa Wendland

5 km Fahrrad fahren, dann gelangt der Mensch zur Villa Wendland. Ein dickbauchiges Haus mit knarrenden Eichendielen, urgemütlich und geschmackvoll eingerichtet. Es ist unwahrscheinlich zur kulturellen Landpartie hier ein Zimmer zu bekommen. Aber ich bin Boris von der Burg und das heisst, manchmal klopft das Glück so laut an meine Tür, dass ich es einfach nicht ignorieren kann. Für die nächsten 2 Tage ist ein Zimmer frei geworden, verkündet ein Zettel auf der Festival-Wiese. Nach 5 Übernachtungen unter den Sternen begebe ich mich in den Luxus einer prickelnd frischen Dusche, hüpfe ein wenig auf meinem Hotelbett rum, um dann mit ausgestreckten Armen und Beinen friedlich einzuschlummern. Auch hier habe ich bereits ein Konzert für den nächsten Tag vereinbart.
Manchmal frage ich mich wirklich, warum ich absichtlich durch das Abitur gefallen bin. Die Schule des Lebens ist die einzig wahre Schule und sie belohnt mich jeden Tag, an dem ich für mich und andere gesungen habe mit einer positiven Atmosphäre und soviel Bargeld, dass ich nun gerne ins alternative Hotelbuisness investiere.
Das Merchandising hat sich auch gewandelt: Da ich meinen Rechner dabei habe und auch einige Leute einen USB-Stick, verkauf ich meine Songs auf diese Weise. Super, keine Verpackung, nur Musik.
Das letzte Stück Angst ist, glaube ich, in Pisa, Ende Februar von mir gefallen, als ich in 2 Tagen 250 Euro verdienen musste. Dort habe ich gelernt meine Lieder mit offenen Augen und einem Lächeln zu verbreiten, und das zahlt sich mit guter Laune und Geld doppelt aus. Kein Mensch brauch introvertierte Strassenmusiker, die bedeutungsschwanger auf den Boden gucken, sondern wir brauchen einen freien Willen, der uns Dinge tun lässt, die man nur gemeinsam schafft.
Meine Frequenzen bringen Bewegung und Ruhe sagt ein Zuhörer nach dem Konzert.
Wenn ich dafür da sein kann...
...mit Vergnügen !!!

Aus dem Leben eines Taugenichts, Teil 6: Boris live in Bullerbülitz

Ach wie schön ist Bullerbülitz ! Ein altes Gehöft, umgeben von einem grossen Garten, bespielt von ausserordentlich guten Kunsthandwerkern und Künstlern ( https://www.kulturelle-landpartie.de/orte/buelitz-31-13.html ). Zum Beispiel Markus Renken (http://www.marcusrenken.de/categories/ambrotypie), ein Photograph, der die Kunst der Nassplattenphotographie bewahrt hat und das Leben will es so, dass sein Partner Daniel Fortmann letztes Jahr von mir ein Portrait gemacht hat, dass nun das Cover von unserem neuen Album wird. Die Beiden haben nun in Hamburg ein Atelier eröffnet (http://collodionistas.com/about.html), wo man sich im Stil des 19. Jahrhunderts ablichten lassen kann. Nach dem Konzert in Meuchelfitz lege ich dort mit einer guten Flasche Syrah aus dem Bülitzer Hofladen einen Ferientag ein und erhole mich in einem Schatten-Licht-Theater, eine Uraufführung von mächtigen Laubbaumkronen, die vom Wind geschüttelt und das Licht durch ihre Blätter sieben.
Am Dienstag gebe ich den Besuchern von Bülitz einen Soundtrack, es gibt lächelnde Ohren und ich lerne noch mehr Aussteller und Künstler kennen, Jonas von der Klausthaler Puppenbühne (http://www.klausthalerpuppenbuehne.de/), der keinen an der Waffel hat, sondern gute Waffeln an den Mann bringt, die charmante Sascha, die selbstgemachten Ingwer-Minze-Zitronen-Sirup in leckere Limonaden verwandelt, Tukki, in die ich mich fast verknallt hätte, weil sie ein wunderschönes Lachen hat und einen feinen Sinn für schöne Dinge. Aber nein, der Taugenichts muss weiter fahren, weil die Liebe ist nicht fassbar für ihn, noch nicht...

Aus dem Leben eines Taugenichts, Teil 4: Käptn Sniff + Käptn Krümel live in Prisser

Lüneburg, 11.Mai:
In der Altstadt Musik gemacht, kurz überlegt, ob ich die 55 km nach Dannenberg mit dem Fahrrad fahre, festgestellt, dass das Bahnticket nur 3,30 Euro kostet. Also schickte mich das Metronom ins Wendland. In die Pedale getreten, bis ich kurz vor Prisser an einer alten Kneipe mit dem Namen "Kupferkanne" vorbei fuhr. Nur eine alte Frau sass davor: Angela Ewers, 84, die Wirtin. Mit ihr habe ein Stündchen geklönt. Eine nette alte Dame, die vor 40 Jahren mit ihren 2 Kindern aus Berlin-Wilmersdorf kam, um diese Kneipe zu schmeissen. Geschichten von vermutlichen Geldwäschern, die denkmalgeschützte Wirtshäusern aufkaufen, bekomme ich zu hören: Spannend !
Nach einem kühlen Astra geht es weiter. Nach 5 km entdecke ich den 1. Hof, wo Veranstaltungen stattfinden. Ein Kinderflohmarkt, Skulpturen aus Wuzelholz, darunter eine Languste.
Ich darf den nächsten Tag musikalisch begleiten und es sind so liebe Menschen dort vor Ort, dass mir das Singen verdammt Spass macht. Offene Ohren und jede Menge positives Feedback und Käptn Krümel. Käptn Krümel ist 6 Jahre alt und Betreiber einer kleinen Baumschule, wo man Setzlinge verschiedener Art käuflich erwerben kann. Er trägt dazu die Leuchtturmwärter-Mütze seines Ur-Ur-Grossvaters. Er nennt mich von Anfang an Käptn Sniff. Der war einst der Kapitän der Titanic. Ausserdem hat er eine irische Rahmentrommel, auf der er gerne rumhaut.
So sind wir an diesem Tag ein Duo und wir grooven wie ein Traktor mit Fehlzündung.
Ein guter Tag für den 1. Auftritt von Käptn Sniff und Käptn Krümel.

Aus dem Leben eines Taugenichts, Teil 5: Kuschelfaust trifft Meuchelfitz

Meuchelfitz,13.Mai:
Von Prisser sind wir dann weiter geradelt. Paula vorne im Bastkörbchen mit wehenden Schlappohren voran, sieht aus wie Alf, der einen gallischen Flügelhelm auf hat. Kurz die Mützingenta gestreift, ein Riesen-Event, Kunsthandwerk-Verkaufsstände am laufenden Band und ein imposantes riesengrosses Blockhaus, welches ich bewundernd anschaue.
Ich liebe die Ortsnamen im Wendland, die da sind:
Grosswitzeetze, Dickfeitzen, Platenlaase, Marlin, Jameln, Middefeitz, Govelin, Salderatzen, Parpar, Jiggel, Lütenthien, Schutschur, Mammoissel und mein Liebligsname:
Tolstefanz.
Um 18 Uhr, nach einer selbstgemachten Soljanka und einem Bio-Weizenbier trudel ich in Meuchelfitz ein. Hier weht ein autonomer Wind im Gasthof Meuchelfitz, n bischen ruppig, aber herzlich, kenn ich ja. Auf meine Frage nach einem Platzkonzert bekomme ich die Uhrzeit 21.30 Uhr im Theaterzelt zugewiesen. Allerdings meinen die Veranstalter nach dem Theaterstück, ich sollte doch lieber woanders spielen. Jetzt würde eh keiner mehr ins Theaterzelt kommen.
Mmmh...was tun..., ich hatte mich ja bereits mit Krakelschrift auf dem Programm eingetragen.
Da sitzt eine Frau vor dem Zelteingang: Vero aus Wuppertal. Ich beschliesse mit ihr erstmal zu warten.
Und? Es ist bereits 22:15, ich spiele schon seit einer halben Stunde und das Zelt ist halbvoll mit ungefähr 60 Menschen.
Und ich singe in das grelle Spotlight und jedes Lied ist anders als gestern. Gestern war Kaffeekränzchen, heute ist ein fettes Konzert und am Ende nimmt mich noch ein hübsches Mädchen in den Arm und flüstert mir politisch korrekte Dinge ins Ohr.

Aus dem Leben eines Taugenichts, Teil 3: Boris und Paula in Bullendorf

Hallöle Also, also allen Unkenrufer/innen vorweg. Bis jetzt brauch Paula keinen Sonnenschirm. Manchmal denke ich, dass sie mehr weiss, als sie vorgibt: Irgendwo zwischen Lauenburg gibt sie mir mit einem Ton, der mich an meinen 1. Teddybär erinnert, wenn man ihn umdrehte, dass sie doch gerne in der Elbe baden möchte. Aye, Aye Sir ! Vor allem wäre ich da gar nicht von selbst darauf gekommen. Viel zu kalt war meine voreilige Meinung. Aber nein! Es ist erfrischend herrlich schon jetzt in der Elbe zu baden. Zum anderen möchte ich nun ein wenig angeben: Ich ziehe ca. 80 kg (grob geschätzt,es könnte auch mehr sein) hinter mir her. Mein GPS teilt mir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 13,4 Km/h mit. Jede Steigung ab 3 % wird geschoben. Aber es macht verdammt Spass durch den Leuenburger Wald am hohen Elbufer zu fahren, um dann später in der nächsten den Deckel vom Anhänger zu öffnen und alles zu finden was ein Musiker auf Reise braucht: 1 Converter, eine Autobatterie, ein Ladegerät,1 Verstärker,1 Keyboard,1 Trompete, 1 Reklameleuchttafel, 1 Akai MPC, 1 Icon-Gboard, 1 Audio-Interface, etc. Nun bin ich in Lüneburg und werde gleich ein wenig Musik machen. Dann geht es nach Dannenberg (53 km). Ich melde mich bald wieder. Der Troubadour auf Tour PS. gestern im "Anna und Arthur" in Lüneburg die Band The Gum Live gesehen. Fette Punkband. Die spielen heute auf dem Hafengeburtstag als Support von Slime

Entschuldigung. Ich war nachlässig !

Ich habe lange nichts mehr auf meiner Webseite geschrieben, dafür habe ich auf meiner Facebookseite von meiner Sizilien-Tour berichtet. Das ist nicht Ordnung, weil ich damit alle Menschen ignoriert habe, die NICHT auf Facebook sind.
Das werde ich von nun an ändern: Erst kommt die Webseite, dann kommt Facebook.
HUGH: Ich schwöre es !!!

Schnuppern (Original) ...

...ist nun in allen Stores !!! Gönnt euch doch mal einen guten Song !:)
iTunes

Die kommende Single bekommt ein Video.

Am 28. und 29.04. drehen wir auf dem Flugplatz Klausheide.
Bis dahin gibt es für euch einen Live-Mitschnitt vom 01.04.2017 in Buchholz in der Nordheide:
Du bist die Freude
...mit dem neuen Burgbewohner Aendru an der Gitarre.
Aloah!

....die mich gefilmt und mit Drohnen bedroht haben

Impressionen aus meiner Torf-Stecher-Heimat, auch die Heimat des des Deutschen Roten Dackel Kreuz.
Ein Riesen Dank an Matthias Becker und Thorsten Albrecht, die mich gefilmt und mit Drohnen bedroht haben.

Next Single is coming soon!

COMING SOON !

Das Cover ist fertig.Das habe ich
Madame Fee Ilse zu verdanken !

Meine neue Single "Mensch" kommt Anfang Dezember auf den Markt,

WER HÄTTE DAS FÜR MÖGLICH GEHALTEN....?

Hallo Menschen loser Klassen
Ja! Ich hätte das nicht gedacht, weil ich das schon immer wusste, aber es stimmt wirklich!
Das Munkeln hat ein Ende.
Boris hat sich im Geheimen mit einem Produzenten zusammen getan und wird im September eine Single raus hauen, deren Orbit im Verhältnis zur Gravitationskraft lang anhaltene Supernova-Schleifen nach sich ziehen soll...

Da ich schon immer der älteste Newcomer sein wollte, ist das Timing geradezu genial...
Für zwischendurch bekommt ihr von mir noch eine Elektro-Landei-Nummer aus meinem B-Side-Fundus, ein Lied über den Alltag in unserem kleinen Backshop um die Ecke..
Ich melde mich gehorsamst reanimiert zurück !
Bis sehr bald

WO DER PFEFFER WÄCHST

Salut !
Nummer 4 und letzter Song unserer kleinen Kaminzimmersession.
Wo der Pfeffer wächst.
Ich hoffe, die schwingenden Hölzer haben euch etwas gegeben,
...vlt. ein wenig Muse beim Mus essen, musst du essen !
Bis dann
Boris

OH La La La !

Moin Moin !
Die Kaminzimmer-Session hat ein weiteres Lied hervorgebracht:
Arbeitstitel: OH LA LA
Viel Spass beim küssen...
sagt Boris

Nimme es leicht

HALLI HALLO
Eine leichte Lebensermunterung für das winterliche Rumzappeln. Mark Matthes begleitet mich wieder mit seiner wunderbar klingenden Geige. Paula ist wieder an der Hundemarken-Percussion...
Frohes Schneegestöber
euer
Boris von der Burg

"EIN BLINDER HAHN UND EIN BLINDES HUHN"

Hallo !
Mark und Ich haben für euch ein Lied vor dem Kamin aufgenommen.
Bitte klickt einmal auf den unten stehenden Titel:

"ALLES WAS BLIEB" (ELEMENT OF CRIME)

Das 1. Lied, welches ich mit meinen neuen Freunden Thommy und Joe neulich aufgenommen habe...

Videogames by Lana del ray

Hallo Mensch !
Ich stöberte in meinem Archiv und fand dieses: Videogames by Lana del Ray, aufgenommen 2010 mit E-Gitarre und Cajun in Biel/Bienne
Das Wort Videogames meint in dem Lied etwas Anderes......und das ist viel schöner... !
I hope you will like it !!!
BB

"CHICAGO" BY SUFJAN STEVENS

Aufgenommen in Biel, in einer leerstehenden Schule für Uhrmacher.